Im Bereich der Brettspiele tut sich viel in den letzten Jahren. Hatte "Die Siedler von Catan" einen maßgeblichen Einfluss auf die Branche und wurden danach viele Spiele entwickelt, in denen es darum ging ein Reich aufzubauen, zu wirtschaften und Handel zu treiben, ist nun das "Spiel des Jahres" aus dem Jahr 2009, Dominion, einer der großen Einflüsse, an dem sich andere orientieren. Das von Donald X. Vaccarino entwickelte Spiel konnten binnen kurzer Zeit große Erfolge feiern. Den Grundstein legte damit sicherlich die Auszeichnung als "Spiel des Jahres".
Abwechslungsreiches Spielkonzept
Dabei ist Dominion von seinem Prinzip her wirklich neu gewesen in der Welt der Brettspiele. Zum einen ist es bei jedem Aufbau anders, da nicht immer alle Kartenstapel in einem Spiel zum Einsatz kommen. Zum anderen ist auch jede Runde anders, da man von seinem eigenen Kartenstapel stets nur fünf Karten auf der Hand hält und diese in einer Runde einsetzen kann. Man unterscheidet dabei, ob man sich mit Geld neue Aktionskarten kauft oder lieber in eine Provinz investiert. Diese geben wichtige Siegpunkte, die am Ende für den Gewinn des Spiels notwendig sind. Auf der anderen Seite nehmen sie im eigenen Kartendeck dem Spieler anfangs jedoch auch Handlungsmöglichkeiten weg, da man mit einer Provinz auf der Hand keine Aktion ausführen kann, diese Karte also als "wertlos" für die aktuelle Handlung gilt. Die Aktionskarten selbst haben verschiedene Werte, für den sie eingekauft werden können. Sie bevollmächtigen beim Ausspielen zu diversen Handlungen, die teils dem Spieler selbst helfen und ihm einen Vorteil verschaffen, teils aber auch dem Gegner schaden können. Da man verschiedene Kartensets im Basisspiel findet, diese aber nicht alle in einer Spielrunde auch zum Einsatz kommen, gibt es so viele verschiedene Möglichkeiten, wie ein Spiel abläuft. Je nach verfügbaren Aktionskarten muss man als Spieler seine Taktik überdenken.
Die Erweiterungen
Genau dieses Konzept öffnet auch die Tür für die verschiedenen Dominion Erweiterungen, die mittlerweile auf dem Markt erhältlich sind. Mit "Die Intrige" wurde relativ schnell die ersten der Dominion Erweiterungen angekündigt, die mehr Interaktionsmöglichkeiten für die Spieler untereinander bot. Wenn es nämlich Kritik am Hauptspiel gab, dann in erster Linie deswegen, weil je nach eingesetzten Kartenstapeln die Spieler teils nur für sich selbst spielen und nicht viel miteinander zu tun haben. Dies wurde durch neue Karten in "Die Intrige" ein wenig aufgelockert.
"Dominion Seaside" ist die nächste Erweiterung, die den Spieler erstmals auf die hohe See schickt. Hier kommen neue Karten zum Einsatz, die sich mit Piraten, Handelsschiffen, Ratten, Karawanen und dergleichen mehr befassen. Das Basisspiel wird somit um eine interessante Nuance erweitert. Einen komplett anderen Ansatz verfolgt die Erweiterung "Die Alchemisten". Hier geht es in erster Linie um Magie, Reichtümer und Schätze. Mit der nächsten Erweiterung "Blütezeit" bringt man neuen Reichtum und Statussymbole ins Spiel. Die 4. der Dominion Erweiterungen, "Reiche Ernte", lässt den Spieler neue Rohstoffe gewinnen. Die bisher letzte Erweiterung "Hinterland" lässt den Spieler neue Territorien erschließen, an denen es neue Schätze und Kostbarkeiten zu entdecken gibt.